Behandlungsarten

Das ganzheitliche Behandlungskonzept der Osteopathie umfasst drei Säulen, die meistens gemeinsam in eine osteopathische Behandlung einfließen.

Strukturelle und Parietale Osteopathie

In der strukturellen Osteopathie werden Dysfunktionen des gesamten Bewegungsapparats (z.B. Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bändern) behandelt. Eine Vielzahl von manuellen Techniken kommt hier, je nach Möglichkeiten, zum Einsatz, so z.B. Strain-Counterstrain-Techniken, rhythmische Mobilisationstechniken, HVLA-Thrusttechniken, Jones Techniken, Techniken zur Behandlung des Fasciensystems, Bindegewebstechniken, usw.

Viscerale Osteopathie

In der visceralen Osteopathie werden Dysfunktionen auf der Ebene der inneren Organe behandelt. Durch spezielle Grifftechniken werden mit den Händen Mobilitätseinschränkungen der Organe und deren Befestigungen erspürt und gelöst.

Cranio-Sacrale Osteopathie

In der cranio-sacralen Osteopathie werden Dysfunktionen auf der Ebene des gesamten Nervensystems, der Gehirnflüssigkeit, sowie der knöchernen und membranösen Verbindung von Schädel und Kreuzbein behandelt. Die in der cranio-sacralen Osteopathie verwendeten Techniken sind meist sehr sanft.

Mit ihr beginnt das Leben: Die cranio-sacrale Ebene, die funktionelle Einheit zwischen Schädel (Cranium) und dem Kreuzbein (Sacrum).

Sie ist der Teil des Menschen, der sich im Schutz des Mutterleibs zuerst ausbildet. Und sie durchflutet den Körper ein ganzes Leben lang mit rhythmischen Schwingungen. Denn die die verschiedenen durch feine Verknüpfungen miteinander verbundenen Teile unseres Kopfes sind ständig in Bewegung und tauschen Informationen aus. Wir spüren diese Bewegung nicht bewusst. Sie wird durch die fließende Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit erzeugt, die sanft mit vier bis dreizehn Schlägen pro Minute pulsiert. Dieser cranio-sacrale Rhythmus ist völlig unabhängig vom Puls unseres Herzens. Er verleiht unserem Körper einen Takt, den die Osteopathie als Lebensatmung bezeichnet. Sie beeinflusst Körper und Geist, fließt durch den ganzen Organismus und vermittelt gleichmäßige Impulse an unser Gewebe und unsere Zellen. Eine Art Kettenreaktion des Lebens. So schützt die cranio-sacrale Ebene unsere wichtigste Schaltstelle: das zentrale Nervensystem.
Bei manchen Menschen verschieben sich im Laufe der Jahre Schädelknochen um hundertstel Millimeter – dann ist dieser Rhythmus gestört. Aber auch Unfälle, Operationen oder psychische Verletzungen können das empfindliche Gleichgewischt stören. Mit Hilfe der cranio-sacralen Therapie lassen sich Störungen aufspüren und wieder heilen.

Faszien
sind zähe, aus Bindegewebe bestehende Häute, die alle Bestandteile des Körpers wie Knochen, Muskeln und Organe einhüllen und miteinander verbinden. Alle Faszien zusammen bilden ein dreidimensionales Netz, das den Körper zusammenhält.

Visceral
kommt von Viscera, lateinisch für „Eingeweide“

Cranio-Sacral
kommt von lateinisch „cranium“ = Schädel und „sacrum“ = Kreuzbein

Osteopathen kommunizieren durch die Kraft der Hände mit dem Gewebe des Körpers. Sie aktivieren die Selbstheilungskräfte und bringen den Menschen zu seinem inneren Gleichgewicht zurück.

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