Geschichte der Osteopathie

Das Cranio-Sacrale System wurde 1930 von dem amerikanischen Osteopathen Dr. William G. Sutherland entdeckt und erstmals als System der Cranialen Osteopathie beschrieben.

Dr. William G. Sutherland (1873-1954)

Sutherland, ein Student Stills, erweiterte das osteopathische Konzept auf den Bereich des Schädels und begründete damit die Kraniale, bzw. Kraniosakrale Osteopathie. Robert Fulford, Rollin Becker, Harold Magoun Sr. und Viola Fryman zählten zu den bedeutendsten Schülern William Garner Sutherlands

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Begründer der Osteopathie war der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917).

Find it, fix it, leave it alone –
lautete das Motto des Arztes Dr. Andrew Taylor Still. Finde die Quellen, löse das Problem und lasse die Selbstheilungskräfte des Körpers wirken. Enttäuscht von der Schulmedizin des 19. Jahrhunderts suchte er nach neuen Wegen, Krankheiten zuheilen, Beschwerden zu lindern und dafür die eigenen Heilkräfte zu nutzen. Durch intensive Naturbeobachtungen und Anatomiestudien gelangte er zu der Erkenntnis, dass ein ausgeglichenes Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Organen die Grundlage für ein gesundes Leben sei. Er betrachtete den Körper als feines Netzwerk, in dem schon kleinste Störungen wie z.B. der Gelenke und des Bindegewebes auch in anderen Körperregionen Irritationen auslösen. Basierend auf seinen Lehren entstand die moderne Osteopathie.

Die Medizinphilosophie der Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten entdeckt und 1874 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Erst 1892, mit der Eröffnung der ersten Osteopathie-Schule in Kirksville, Missouri, der American School of Osteopathy (ASO) wurde der Begriff „Osteopathy“ geprägt. Er fand komplexe Zusammenhänge zwischen Funktionsstörungen der verschiedenen Gewebe des menschlichen Körpers und ihrer Projektion auf das Bewegungsapparat.

Er entdeckte und entwickelte die Möglichkeiten der Manuellen Techniken zur Behandlung solcher Störungen neu. Dabei ging es ihm immer um die Anerkennung des Heilprozesses als natürlichen Vorgang und darum, in der Therapie den kranken Organismus in seinem Prozeß der Selbstheilung zu unterstützen. Durch jahrelanges Forschen hatte Still erkannt, daß der Mensch in Gesundheit und Krankheit als Einheit reagiert. Er wußte Bescheid über die Wechselwirkungen der Organsysteme und kannte die Naturgesetze. Auf dieser Grundlage entwickelte er ein ganzheitliches Behandlungskonzept. John Martin Littljohn (1866-1947) übertrug Stills vorwiegend anatomisch begründetes Konzept auf die gesamte Physiologie und wirkte federführend bei der wissenschaftlichen Anerkennung der Osteopathie mit. Mit Gründung der „British School of Osteopathy“ (BSO) in London (1917), war er auch in hohem Maße an der Verbreitung der Osteopathie in Europa verantwortlich.

Die Studien Stills erweckten in Fachkreisen so große Zustimmung und Interesse, dass es im Jahre 1894 zur Gründung der ersten Osteopathischen Hochschule in Kirksville (Missouri / USA) kam. Damit war der Grundstein für die Ausbreitung eines anerkannten Bereichs in der manuellen Medizin gelegt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreichte die Osteopathie auch Europa. Zuerst England, wo im Jahre 1913 in London die British School of Osteopathie durch Dr. M. Littlejohn gegründet wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg gelangte die Osteopathie zuerst nach Frankreich und Belgien, 1988 dann auch nach Deutschland.

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